Geheimtipp: Wie du ohne Startkapital trotzdem ein Business aufbauen kannst

von | Mrz 9, 2024 | Business, Business Muslim | 1 Kommentar

Du willst dich endlich selbstständig machen – dein eigenes Business aufbauen, hast ein Talent und bist auch wirklich gut in deinem Bereich, aber du hast nicht das Startkapital, um dir eine teure Webseite erstellen zu lassen, oder Werbeanzeigen zu schalten?

Nun, das Problem haben viele und hier gibt es eine Weisheit, die keiner gern in so einem Moment hören möchte, die aber nun mal der Grundbaustein deines Business sein wird:

Zeit und Geduld ist wertvoller als Geld!

Und bevor du jetzt aufhörst, weiter zu lesen, lass mich dir noch schnell eins sagen:

Wenn du wirklich selbstständig werden möchtest, um in der Zukunft auch etwas für deine Kinder zu hinterlassen, dann sind Zeit und Geduld deine besten Voraussetzungen, die du nun mal hast und die du auch sofort nutzen kannst – auf Geld als Startkapital zu warten, ist keine Option.

Zeit und Geduld beste Voraussetzungen

Und noch etwas: Diese Formel kennt jeder Business-Coach da draußen, der gerade unglaublich viel Werbebudget verpulvert, nur damit du sein kostenloses Webinar besuchst und dann sein teures Folgeprodukt kaufst, weil er ja so überzeugend dir gezeigt hat, wie du mit seiner Methode ganz schnell, ganz viel Geld verdienen wirst.

Und ja, mag sein, dass du dadurch eine Menge Zeit sparen kannst (einige von diesen Coaches sind auch wirklich eine Bereicherung und werden dich schneller vorranbringen) – aber in diesem Fall hat Zeit Geld gekostet. Wenn du also ein paar Tausender zusätzlich an der Seite hast – Go for it (pass aber auf, denn da draußen gibt es viele, die deine Zeit UND Geld fressen und am Ende nur sich selbst reicher gemacht haben, du aber immer noch nicht durchstarten kannst).

Wenn du also kein Geld für solche Coaches hast oder aber dein hart zusammengespartes Geld nicht aus dem Fenster werfen möchtest, dann schau dir einfach mal an, was ich dir an Tipps mitgeben kann – völlig kostenlos, hier gleich unter dieser Einleitung, in wenigen Minuten und ich will noch nicht mal deine E-Mail oder Handynummer – um dich dann später zu nerven, doch noch etwas zu kaufen.

Fangen wir endlich an:

Bestandsaufnahme – was kannst du, was hast du?

Titel Bestandsaufnahme

Als ich angefangen habe, mein Business als Videoeditorin zu starten, wusste ich noch nicht mal, dass das ein Business werden würde. Ich hatte bereits über meinen Weg als Videoeditorin geschrieben (Link):

Videoediting selber lernen: Wie ich innerhalb eines Jahres zur Videoeditorin wurde

Ich hatte also einen billigen LapTop, eine Menge Tutorials auf YouTube und ein Open Sorce Schnittprogramm. Das war mein Bestand – damit konnte ich also arbeiten und das tat ich auch.

Zunächst übte ich für mich allein und dann schnitt ich für andere und dann verdiente ich das erste Geld. Bis dahin ist ein Jahr vergangen und ich konnte meine Fähigkeiten definitiv erweitern – ich wurde besser und bekannter (aber dazu komme ich noch später).

Ich hatte also erkannt, dass ich damit Geld verdienen kann und profitierte von einer ganz unbewusst von mir angewendeten Taktik, die ich mir jetzt nicht neu ausgedacht habe und die bereits von einigen Coaches mittlerweile in Webinaren vorgetragen wird (das Webinar, welches dich dann auf sein eigentliches Produkt bringen soll und wo du bereits mit einer Email dich in seine Lead-Tabelle hast eintragen lassen).

 Diese Taktik besteht aus zwei Teilen:

  1. biete deine Dienstleistung zunächst kostenlos oder für einen ganz kleinen Preis an
  2. erbitte von deinen Testkunden ein Testimonial

Das ist jetzt vielleicht nicht gerade das, was du dir unter Geld verdienen vorstellst, aber wir wollen ja irgendwann dort hinkommen und ich hatte ja vorher bereits erwähnt, dass dein Startkapital aus Zeit und Geduld besteht.

Aber machen wir weiter, denn eigentlich müsstest du dir nun die Frage stellen:

Wie komme ich an Testkunden?

Titel Testkunden

Um an Kunden zu kommen, muss man erstmal sichtbar sein. Sichtbarkeit erhält man durch Reichweite und die kann man entweder mit teurer Werbung erkaufen oder aber in einem sehr langen Prozess über Social Media sich aufbauen (man kann auch schneller mit einer Agentur sich auf Social Media etwas aufbauen lassen, aber das kostet dann halt wieder).

Von diesen drei Optionen und dem nicht vorhandenem Geld, filtert sich nun die harte Wahrheit heraus: du musst wieder Zeit investieren und Geduld.

  • Social Media ist kostenlos (abgesehen von deinen Daten, die du den Zuckerbergs und Co. in den Rachen wirfst), deswegen nutze die Plattformen und produziere Content. Ja, das ist der nächste Punkt, den keiner so gern hören möchte, weil das eigentliche Business immer noch nicht so richtig starten kann, du immer noch Dinge tun musst, die du eigentlich gar nicht so richtig kannst ABER, noch mal:

Wenn du kein Geld hast, dann sind Zeit und Geduld die einzigen Mittel!

  • Wie man Content macht, kann sehr unterschiedlich sein. Fang an, dir jede Plattform mal genauer anzusehen und zu schauen, wie die anderen das machen. Die Recherche kostet Zeit, ja, aber es lohnt sich und kostet dich kein Geld.
  • Wenn du ein paar guten Accounts folgst, deren Content dich anspricht, mach dir Gedanken, wie du deine Dienstleistung oder Produkt so in Content verpacken kannst, dass du selbst Follower generieren kannst. Kleiner Tipp gleich am Anfang:

Mache Content nicht der Zahl wegen, sondern der Menschen wegen, die später auf Grund eines Bedürfnisses deine Dienstleistung und Produkt nutzen wollen. Also konzentriere dich emphatisch auf Menschen und nicht auf Likes und Abonnenten.

“Mache Content nicht der Zahl wegen, sondern der Menschen wegen”
  • Und dann heißt es eventuell, dass du dir weitere Tools aneignen musst (wieder kostenlose Tutorials im Netz suchen und einfach nachmachen – ja, kostet Zeit, aber kein Geld)
  • Versuche dir langsam ein Brand, also eine Marke aufzubauen und halte diese Konstant auf jeder Social Media Plattform. Also das Profilbild, das Logo, der Firmenname, die Farben, die Schrift und allgemein der Stil. Natürlich kannst du zwischendurch dich weiterentwickeln und dementsprechend alles anpassen, bis du dann letztendlich deinen eigenen Style gefunden hast.

Diese Phase hat bei mir übrigens ungefähr 3 Jahre gedauert – viel Zeit und Geduld, aber immernoch kein bzw. sehr wenig Geld.

In dieser Zeit habe ich langsam aber stetig immer mehr Follower „erarbeitet“ und dann den wohl entscheidensten Schritt getan:

  • Mache nicht nur Content, sondern agiere mit deinen Followern – nicht nur, indem du lauter Call to Actions anwendest, um sie zum Kommentieren oder Liken zu animieren, sondern richtig mit Kommunikation, mit einem teilweise persönlichen Austausch (und das nicht nur auf Businessebene).
  • Lerne deine Follower kennen, stelle Fragen, geh auf ihre Aussagen mit vollem Herz ein, denn sie sind es, die dir später helfen können, deine Reichweite so zu erhöhen, dass dann auch potenzielle Kunden dich entdecken.
Agiere mit deinen Followern

Nachdem du nun deine Community aufgebaut hast und regelmäßig zeigst, was du so machst und was du anbietest – ohne direkt in den Verkauf zu gehen – werden nun immer wieder Menschen auf dich zukommen und um deine Hilfe bitten. Phase drei beginnt:

Testimonials und Mundpropaganda

Testimonials und Mundpropaganda

Nachdem ich innerhalb von 2 Jahren, während meiner Aufbauphase auf Social Media und dem nebenbei kostenlosen Angebot meiner Dienstleistung, meine Skills verbessern konnte, kamen die ersten Anfragen, die auch Geld als Entlohnung mit sich brachten – nicht viel Geld, aber dennoch der erste Schritt zur Selbstständigkeit.

Diese bezahlenden Kunden kamen nicht auf Grund einer Werbung, die ich geschalten habe oder einem direktem Aufruf, sondern durch Mundpropaganda von meinen Followern – vor allem denen, für die ich kostenlos Videos geschnitten hatte. Sie haben einfach jemanden an mich weitergeleitet, der irgendwann mal geäußert hat, dass er jemanden braucht, der Videos schneidet für sein Unternehmen.

Ab diesen Zeitpunkt wurde mir klar, dass ist ein Business und ich habe mich offiziell als Selbstständig beim Finanzamt gemeldet. Jetzt hieß es auch: Rechnungen schreiben, UmsatzsteuerVoranmeldungen und EinnahmeÜberschussRechnung etc. Ich war also jetzt mittendrin und musste auch hier wieder Zeit investieren, um mich über all diese finanziellen Bedingungen zu informieren – das nur nebenbei, weil das gern mal als wichtiger Aspekt im Unternehmertum in Vergessenheit gerät.

  • Nun ist es auch Zeit für eine Webseite, denn jedes Unternehmen sollte eine haben – sagt man doch immer. Eine WordPressseite zu erstellen kann man lernen (wieder Tutorials anschauen, Zeit und Geduld investieren) und hier kannst du auch dann mal etwas Geld für eine Webseite bezahlen, die keine Werbung einspielt (so wie bei der kostenlosen Version)
  • Diese Webseite muss dann natürlich auch auf allen Social Media Plattformen im Profil verlinkt werden und damit auch immer wieder einer drauf klickt, erstelle Content, der auf deine Seite verweist. Wie geht das am Besten: indem du einen Blog erstellst, wo du wertvolle Inhalte mit deinen Follwern teilen kannst. Die Betonung liegt auf wertvoll und gleich vorweg: verzichte auf KI generierte Texte – denn Google wird demnächst Webseiten damit abbestrafen, die auf reinen KI Content aufgebaut sind.

Du kannst, so wie ich es auch ausprobiert habe, auf deinem Blog kostenlose PDFs und eBooks, Reports oder Whitepapers zur Verfügung stellen. Der Sinn ist bei den meisten Unternehmern, E-Mail Adressen zu sammeln, um diese später zu nutzen, um entweder Newsletter zu versenden oder eben Werbung. Ich wollte Newsletter versenden, habe aber nach 3 versendeten Newslettern wieder aufgegeben – es hat sich zeitlich einfach nicht gelohnt und Content auf Social Media zu liefern bzw. in deinem Blog reicht völlig aus, wenn du den Aspekt der Kommunikation mit deinen Followern beachtest.

  • Diese Webseite ist aber nicht nur für deinen Blog gut, sondern auch, um Testimonials von deinen bisherigen Kunden gleich auf der Startseite zu integrieren.

Testimonials sind mittlerweile wichtig – die authentischen, nicht die gefakten – denn sie sind dein Aushängeschild und kostenlose Werbung. Wenn sich also jemand auf deine Webseite verirrt, so kann dieser relativ schnell sich ein Bild über dich machen. Wichtig ist, dass du deine Kunden, die dir ein Testimonial gesendet haben so verlinkst, dass man sie eventuell kontaktieren kann, um Nachfragen zu erlauben. Passiert so gut wie gar nicht, aber ist als Backup trotzdem nützlich. Es bestätigt somit die Authentizität.

Testimonials sind kostenlose Werbung

Zusammenfassung:

  1. Reflektiere, was du kannst, oder was du lernen möchtest, um es später als Dienstleistung anbieten zu können
  2. Nutze die Ressourcen die du hast und nutze kostenlose Tools, indem du dir Tutorials dazu anschaust und sie erlernst
  3. Baue dir auf Social Media eine Community auf, indem du wertvollen Content produzierst und in Kontakt mit deinen Followern gehst
  4. Biete kostenlos deine Dienstleistung an
  5. Baue eine Webseite mit einem Blog auf
  6. Hole dir Testimonials von deinen Testkunden und integriere diese in deine Webseite

Und als letzten Punkt kann ich dir nur empfehlen:

Entwickle dich weiter, indem du deine Skills verbesserst, weiterhin Content auf Social Media produzierst und in Kontakt mit deinen Followern bleibst!

Du siehst – man kann sich selbstständig machen, ohne ein Startkapital. Man braucht viel Zeit und Geduld – das heißt, du musst längerfristig denken und wenn du es wirklich willst, dann schaffst du das und wirst am Ende zurück denken und wissen – es war nicht leicht, aber ich habe gekämpft und ich bin dankbar, dass ich die Zeit und Geduld dafür erhalten habe.

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1 Kommentar

  1. Wolfgang Berg

    Ich entschuldige mich aufrichtig für diesen Kommentar! Aber ich teste einige Software zum Ruhm unseres Landes und ihr positives Ergebnis wird dazu beitragen, die Beziehungen Deutschlands im globalen Internet zu stärken. Ich möchte mich noch einmal aufrichtig entschuldigen und liebe Grüße 🙂

    Antworten

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